Spenden Sie für Kinder in Not

Hilfe für notleidende Kinder in Afrika

 

Helfen Sie Kindern in Not eine bessere Zukunft zu ermöglichen

Spenden und helfen Sie

 

Schenken Sie ein Lächeln

 

Kindergarten-Hilfe-notleidende-Kinder-35Unsere  Kinder  leben unter schwierigsten sozialen Bedingungen auf einem Müllplatz in Okahandja, in selbst zusammengebauten Hütten aus Pappschachteln und Abfall von der Müllkippe. Etwas Geld verdienen sich die Kinder und deren Mütter, in dem sie nicht zerbrochene Glasflaschen sammeln. Die meisten Mütter sind allein erziehend. Die Väter haben sie verlassen, so müssen die Mütter ihre Kinder (meist zwischen 2 und 6 Kindern) allein versorgen. Was unter den gegeben Umständen sehr schwierig ist. So sind die  Kinder gezwungen von frühester Jugend an um ihr Überleben kämpfen. Sie durchwühlen den Müll nach Essbarem und sind deshalb unterernährt und oftmals krank. Für medizinische Versorgung ist kein Geld vorhanden. Weiter kümmert sich keiner um die Ärmsten der Armen. Sie sind nur ein „Schandfleck“.

Unser Kindergarten bietet diesen Kindern einen Platz an dem sie Willkommen sind, und an dem sie als Persönlichkeiten geachtet und akzeptiert werden. Der Kindergarten ist der Ort an dem Sie unbeschwert lernen und spielen. Hier können Sie Kind sein, frei von allen Zwängen und Lasten des Alltags, Sicherheit und Geborgenheit erfahren und  lernen das ihnen das Leben durchaus Perspektiven für ihre Zukunft bietet.

Wir bieten eine kostenfreie Kindergartenbetreuung, eine vorschulische Ausbildung, täglich eine warme Mahlzeit, medizinische Grundversorgung und Bekleidung, sowie Betreuung und Geleit bis zum Eintritt ins Berufsleben. Darüber hinaus leisten wir auch frühkindliche Umwelterziehung, Gartenbau und Kleintierhaltung indem wir diese Themen spielerisch in den Kindergartenalltag einbringen.

Das Ziel unseres pädagogischen Konzeptes ist die Kinder zu allseits entwickelten Persönlichkeiten zu erziehen.

Die kindgerechte und spielerische, vorschulische Erziehung wird durch ausgebildete Erzieherinnen geleistet und deckt die vielfältigsten Bildungsbereiche ab. Zu erwähnen wären hier die Bereiche Gesundheit, Soziales, Sprachen, bildnerisches Gestalten, Musik, Bewegungserziehung und ökologische Grunderfahrungen.

Die gute Ausbildung der Erzieherinnen ist uns sehr wichtig. Aus diesem Grund nimmt unser Kindergartenpersonal an regelmäßigen wöchentlichen Schulungen des ACM Namibia teil.

Die von uns betreuten Kinder kommen, wie bereits erwähnt, aus den untersten sozialen Schichten des Landes. Hier speziell aus einem sozialen Brennpunkt des Ortes Okahandja wo sie unter schwierigsten Bedingungen auf einem Müllplatz und dessen Umgebung Leben müssen. Umso wichtiger ist es den Kindern bewusste Anregungen zu geben, so dass das Bild der Kinder von sich selbst und das Bild von anderen in dieser Welt sich so verändert, das die Kinder ihre Chancen erkennen und wahrnehmen lernen.

Die Kinder entwickeln ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten in einem anregungsreichen Umfeld, in dem es viel zu sehen und auszuprobieren gibt und in dem sie vieles voneinander lernen können. Durch eigenes und gemeinsames kreatives Tätig sein, durch Forschen, Erkunden und Nachfragen wird die Welt durchschaubar. Dabei übernehmen die  Erzieherinnen die vielfältigsten Aufgaben.

Nachstehend möchten wir nur einige aufzählen:

  • Sie erkunden erstens die konkrete Lebenssituation der Kinder. Dazu erfassen sie durch systematische und zielgerichtete Beobachtungen, welche Interessen und Bedürfnisse, welche Fragen und Probleme die Kinder haben, welches aktuelle „Lebensthema“ sie beschäftigt
  • Sie entwickeln zweitens die konkreten Ziele des pädagogischen Handelns.
  • Dazu übertragen sie die allgemeinen Ziele in den Rahmen des Projektthemas und beziehen sie auf die Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten, welche die Kinder bereits mitbringen und welche sie brauchen, um die Situation selbstbestimmt und kompetent zu gestalten.
  • Sie differenzieren die Ziele entsprechen den anstehenden Entwicklungsaufgaben bei jüngeren und älteren Kindern bzw. bei Kindern mit besonderen Bedürfnissen.
  • Sie analysieren mit den Kindern, mit den Kolleginnen und wenn möglich mit den Eltern, wie sich die Situation aus deren jeweiliger Sicht darstellt und welche Erfahrungen diese einbringen können.
  • Sie stehen den Kindern als Ansprechpartnerin zur Verfügung und unterstützen die Kinder bei der Realisierung eigener Vorhaben.
  • Sie werten drittens die Erfahrungen gemeinsam mit allen Beteiligten aus.
  • Dazu reflektieren sie, wie aktiv sich die Kinder beteiligt haben und worin diese einen Erfolg für sich sehen.
  • Sie dokumentieren den gesamten Verlauf des Projekts und beziehen dabei die Kinder ein, so dass der Prozess für alle erkennbar und nachvollziehbar ist.
  • Sie sorgen für einen Tagesablauf, der den unterschiedlichen körperlichen und sozialen
  • Entwicklungsbedürfnissen der Kinder entspricht. Sie gehen auf die besonderen Bedürfnisse der einzelnen Altersgruppen ein, und schaffen entsprechende Bedingungen und Erfahrungsräume.
  • Sie geben den Kindern als vertraute und verlässliche Bezugspersonen emotionale Zuwendung, Schutz und Geborgenheit. Sie entwickeln Rituale und Strukturen, die das Zusammengehörigkeitsgefühl der Kinder stärken und ihnen Orientierung und Sicherheit im Tagesablauf bieten.
  • Sie beteiligen Kinder an der Planung und Gestaltung des Zusammenlebens und schaffen einen Rahmen, in dem Kinder ihre Wünsche äußern sowie ihre Einfälle und Ideen einbringen können.
  • Sie regen Kinder an, sich gegenseitig zu helfen, etwas zu zeigen, etwas vorzumachen oder nachzuahmen, Hilfe zu suchen und anzunehmen.
  • Sie ermutigen Kinder, Fragen zu stellen und unterstützen sie in der Suche nach   Antworten. Sie halten die kindliche Neugierde und die Lust am Lernen wach und zeigen Kindern, dass auch Erwachsene lernen.
  • Sie schaffen Bedingungen für den Wechsel von Anspannung und Erholung, von Ruhe und Bewegung und fördern gesunde Essgewohnheiten.

„Kinder brauchen Wurzeln und Flügel – Wurzeln, um zu wissen, wo sie herkommen und Flügel, um die Welt zu erkunden“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Erste Beziehungen entstehen über das gewohnte Umfeld hinaus:

  • Erste Freundschaften werden geknüpft
  • Die Erzieher/innen werden zu Bezugspersonen
  • Jeden Morgen werden die Kinder individuell begrüßt, gewaschen, und umgekleidet.
  • Jeden Morgen ein gemeinsames Frühstück (fragen: Wie geht es Dir?)
  • Auseinandersetzung mit sich selbst
  • Eigene Bedürfnisse und Gefühle erkennen und ausdrücken können

Soziale Erfahrungen in der Kindergruppe:

  • Das Kind als Individuum und als Mitglied in der Gemeinschaft sehen
  • Gemeinsam Kochen und Backen, Essen
  • Im Gruppenleben Dinge teilen und Absprachen treffen
  • Streitigkeiten verbal austragen lernen
  • Gesellschaftsspiele, um den Zusammenhalt der Kinder zu stärken
  • Regeln beachten lernen
  • Individuelle Aufgaben in der Gruppe z.B.: Tischdienstplan und Wochenplan

Sprache, die gesprochene wie die geschriebene, ist in der Gesellschaft das vorherrschende Medium, in dem wir miteinander kommunizieren, mit dem wir Erkenntnisse austauschen und ordnen.

„ Die Grenzen meiner Sprache(n) sind die Grenzen meiner Welt.“( Ludwig Wittgenstein )

  • Zweisprachige Erziehung (Englisch/Oshivambo)
  • Spielerischer Umgang mit Sprache (Reime und Geschichten – Sprache soll Spaß machen)
  • Einsatz von Bildern und Kärtchen, um Dinge richtig aussprechen zu lernen
  • Häufiges Vorlesen
  • Hörspiele in beiden Sprachen
  • Kreisspiele
  • Rollenspiele
  • Geschichten erzählen unter Einbeziehung der Kinder
  • Erlebnisse erzählen
  • Tischgespräche
  • Wir fordern die Kinder auf in vollständigen Sätzen zu sprechen
  • Wir achten darauf, dass alle Kinder in der Gruppe sich zu dem jeweiligen Thema äußern können.

Weil sie noch am Anfang ihrer Sprachentwicklung stehen, bieten ästhetische Wahrnehmung und bildnerischer Ausdruck gerade für die Jüngsten gute Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit. Malen, zeichnen, mit Ton formen – solche Gestaltungsprozesse helfen ihnen, zu verarbeiten, was sie täglich leben, und ihre Phantasie zu entwickeln.

„Gestaltungsprozesse sind Erkenntnisprozesse“

  • Ausprobieren von Fingerfarben
  • Umgang mit Pinsel, Stiften und Schere erlernen
  • Spielerisch die Farben erlernen (Grundfarbensortiment)
  • Malen mit Wachsmalkreiden, Buntstiften, Wasserfarben, Fingerfarben, etc.
  • Basteln, kleben und gestalten mit verschiedenen Materialien
  • Ausprobieren von Knete – freier Umgang
  • Mit Sand und Wasser matschen – Naturerfahrung
  • Sandbilder – Sand einfüllen
  • Jahreszeitenbezogene Aktivitäten

Raumgestaltung:

  • Fotos, Zeichnungen der Kinder an den Wänden
  • Wetterkalender
  • Raumgestaltung mit Naturmaterialien
  • Geburtstagskalender

Mit ihren Melodien, Rhythmen und Klangfarben wirkt Musik auf das seelische Empfinden, bietet Genuss und Entspannung und ermöglicht Verständigung über Sprachgrenzen hinweg.

„Es gibt Bereiche der Seele, die nur durch die Musik beleuchtet werden.“ (Zoltan Kodaly)

  • Experimentieren mit Instrumenten, Gefühle ausdrücken, selbst Instrumente basteln
  • Kreis – Sing – Tanzspiele in verschiedenen Sprachen
  • Musik hören
  • Melodien und Rhythmen unterschiedlicher Kulturen kennen lernen
  • Einüben von Liedern durch regelmäßiges Wiederholen
  • Die Bezeichnungen von Instrumenten kennen lernen
  • Jahreszeiten bezogene Musik

Naturwissenschaftliche Beobachtungen und der Umgang mit technischen Geräten und Medien regen zum Experimentieren an und erzeugen Fragen. Beim Versuch, diese Fragen zu beantworten, setzen sich die Kinder in Beziehung zur Welt und entdecken logische Zusammenhänge: Warum fliegt ein Vogel? Wo kommt das Licht her? Was ist Strom?

„ Das Erstaunen ist der Beginn der Naturwissenschaft „ (Aristoteles )

Das Kindergartenareal bietet vielfältige Erfahrungsmöglichkeiten im naturwissenschaftlichen und ökologischen Bereich. Es gibt viele Naturmaterialien wie z.B. Steine, Stöcke, Sand, Wasser, und unterschiedliche Pflanzen. Im Garten haben die Kinder die Möglichkeit Gartenarbeit zu machen. Durch eigene Aufzucht von Obst und Gemüse, sowie Kleintierhaltung (Schafe, Ziegen und Hühner) wird die Selbstversorgung der Einrichtung gewährleistet und den Kindern so der Umgang mit Natur und Umwelt nahe gebracht (kleine Botschafter für Natur und Umwelt). Es gibt Mangobäume, Melonen und vielerlei Gemüsepflanzen. Das Obst und Gemüse kann geerntet und weiterverarbeitet werden.

  • Der Wind weht die Blätter von den Bäumen und lässt den Drachen fliegen
  • Jahreszeitliche Veränderungen erkunden
  • Die Kinder sammeln Erfahrungen im Umgang mit Pflanzen und Tieren Eine Vielzahl verschiedener Farben, Formen, Düfte, Gestalten und Materialien können wahr­genommen werden
  • die Entwicklung selbst aufgezogener Pflanzen von Samen bis zur Ernte erleben

In vielen alltäglichen Arbeitsabläufen finden sich naturwissenschaftliche und technische Grunderfahrungen. Diese werden zum Beobachtungs- und Gesprächsgegenstand mit den Kindern gemacht.
Anregen der Kinder zum Experimentieren:

  • Grundelemente (Feuer, Erde, Wasser und Luft) sinnlich wahrnehmen
  • Eingehen auf die zahlreichen „Warum- Fragen“
  • Was ist kalt/warm/heiß/nass/trocken……Wie fühlt es sich an?
  • Wie funktioniert ein Herd, warum wird das Wasser im Boiler warm etc.
  • z.B. beim Kochen und Backen Gerüche unterscheiden, beim Tasten, Messen, Wiegen Mischen von Substanzen, die sich mit dem Erhitzen verändern.


Kindliches Lernen ist an die Körpererfahrung gebunden, die durch Bewegung erzeugt wird. Körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden sind wichtige Voraussetzungen für die Bildungsprozesse der Kinder.

Kinder müssen sich bewegen,

  • um sich gesund zu entwickeln,
  • um sich körperlich und seelisch wohl zu fühlen,
  • um die eigenen körperlichen Fähigkeiten kennen zu lernen und weiterentwickeln zu können,
  • um die Balance zwischen Ruhe und Bewegung finden zu können
  • um mit anderen Kontakt aufnehmen und mit ihnen gemeinsam spielen zu können,

Durch Bewegung tritt das Kind in einen Dialog mit seiner Umwelt, es lernt die es umgebenden Dinge ergreifen und begreifen, anfassen und erfassen, auf sie einwirken und sie verändern. Die Welt erschließt sich dem Kind über Tasten und Bewegung.

Erfahrungen mit dem Element Wasser machen unsere Kinder  bei heißem Wetter im Planschbecken auf dem Kindergartengelände. Vielfältige Bewegungserfahrungen bietet unser Natur- und Wasserspielplatz auch beim Freispiel und Rollenspielen der Kinder.

Beim gemeinsamen Spaziergang lernen unsere Kinder ihr näheres Umfeld besser kennen und erkunden dabei ihre Umwelt. Wir meinen, dass Kinder unsere Natur wahrnehmen sollten und nach Kräften zu ihrem Schutz oder auch zu ihrer Gesundung beitragen können. Bevor Kinder aber Natur schützen können, müssen sie Natur erst einmal kennen lernen.

In unserem Kinder-Garten geht es nicht primär um die Schulung emsiger Gärtner. Vielmehr soll der Garten als weiterer Hand­lungs- und Erlebnisraum das Gelände bereichern. Kin­der können hier, vielleicht erstmalig in ihrem Leben, die Entwicklung selbstgezogener Pflanzen von Samen bis zur Ernte erleben. Eine Vielzahl verschiedener Farben, Formen, Düfte, Gestalten und Materialien können wahr­genommen werden.

Die Reihenfolge der Bildungsbereiche ist keine Rangfolge. Alle Bildungsbereiche sind gleichwertig und stehen miteinander in Beziehung. In Anknüpfung an Humboldt verstehen wir Bildung als die Aneignungstätigkeit, mit der sich der Mensch ein Bild von der Welt macht.